Wunschgeburt natürliche Geburt – VI. Dein Baby bleibt bei dir. Das ist das beste für dich, dein Baby und für den Stillbeginn!


In den ersten Augenblicken nach der Geburt vollbringt der Körper des Babys eine schwierige und gleichzeitig wundervolle Wandlung. Im Bauch der Mutter hat ihre Umgebung die perfekte Temperatur und alles was sie brauchen, wird durch die Nabelschnur geliefert. Nach der Geburt müssen sie ihre Körpertemperatur aufrecht erhalten, ihre Lungen müssen sich weiten und selbst Luft  atmen, ihr Blutkreislauf muss sich neu formieren. Außerdem müssen sie lernen zu saugen, zu schlucken und ihr Verdauungssystem muss  die Milch ihrer Mutter verarbeiten. Ob all dies leicht und  sicher für das Baby verläuft, hängt auch davon ab, auf welche  Art, Mutter und Baby zu dieser Zeit versorgt werden.

Haut an Haut – enger Kontakt zwischen Baby und Mutter

Zum Glück gelingen diese notwendigen Änderungen am sichersten, wenn  eines der grundlegendsten Bedürfnisse  des Babys gestillt wird – und zwar der Kontakt des Babys zur Mutter, Haut an Haut, kein trennender Stoff zwischen den beiden, das Baby auf dem Bauch der Mutter, oder in ihren Armen. Der gewohnte Duft, der Geschmack, die Stimme der Mutter und die Wärme ihrer Haut  helfen dem Baby, sich nach dem Abenteuer der Geburt, geborgen zu fühlen.

Haut an Haut liegend, erleichtert dem Baby die Umwandlung zur Lungenatmung und hilft ihm die richtige Körpertemperatur zu waren. Es wird instinktiv lernen, wie es an der Brust seiner Mutter seinen Hunger stillen kann. In der Tat, Forscher haben herausgefunden, dass Babys, die nicht von Medikamentengaben während der Geburt beeinträchtigt sind und die  in ihrer ersten Stunde ungestört Haut an Haut bei ihrer Mutter sein dürfen, keine Hilfe beim Stillen benötigen. Sie robben den Bauch ihrer Mutter hoch, finden die Brustwarze, riechen und sehen sie, und legen sich selbst an!

Desto mehr Zeit Mutter und Baby, in den ersten Tagen nach der Geburt, Haut an Haut, miteinander verbringen dürfen, desto größer sind die Vorteile. Ein faszinierender Effekt ist, dass die Verbindung zwischen Mutter und Baby enger wird. Mütter, die ihr Baby nach der Geburt Haut an Haut halten, kümmern sich um ihr Baby mit größerem Selbstvertrauen, erkennen und reagieren schneller auf die Bedürfnisse ihres Babys, als  Mütter, die von ihren Babys getrennt wurden.

Die meisten Babys, die in der ersten Zeit nicht in den Armen  ihren Müttern sein durften, werden routinemäßig vom medizinischen Personal bewertet, gewogen, gemessen, abgewischt  und/oder in eine Decke gewickelt. Keine dieser Maßnahmen ist für das Baby wichtiger als der ungestörte Kontakt zu ihrer Mutter. Viele Prozeduren, wie das Absaugen von Mund und Nase, standardmäßige Medikamentengabe, oder das Baby unter einer Wärmelampe zu beobachten , können entweder später, oder auf dem Bauch der Mutter liegend, durchgeführt werden, in vielen Fällen kann man ganz darauf verzichten.

Rooming-in

Viele Frauen sind nach der Geburt sehr erschöpft und sie hoffen, dass sie mehr Schlaf bekommen können, wenn ihr Baby von ihnen getrennt untergebracht wird. Aber die Forschung hat gezeigt, dass die Mütter mit dem Baby im Zimmer genauso gut schlafen. Die Babys geht es jedoch besser, sie schreien weniger und haben  eher seltener Problem beim Stillen, im Vergleich zu den Babys, die von  ihrer Mutter getrennt liegen.


Was sagt die Forschung?

In wissenschaftlichen Studien wurden Babys, die engen Kontakt, Haut an Haut, mit ihren Müttern  in der ersten Stunde nach der Geburt hatten, mit Babys, die in Tücher eingewickelt oder in eine Wiege gelegt wurden, verglichen. Die Studien kamen zum Ergebnis, dass es den Babys mit dem engen Kontakt, in vielerlei Hinsicht besser ging, als den anderen.

Vorteile für die Babys, die nach der Geburt Haut an Haut Kontakt hatten:

  • Sie haben eine stabilere Körpertemperatur
  • Sie schreien weniger
  • Ihre Blutzuckerwerte sind stabiler
  • Sie trinken früher, länger und leichter an der Brust
  • Sie haben weniger Stresshormone im Blut
  • Sie haben Kontakt zur normalen Bakterienflora der Haut ihrer Mutter. Dies könnte sie vor Krankheiten aufgrund von  Besiedlung mit schädlichen Bakterien schützen.


Entscheide selbst darüber, wie mit deinem neugeborenen Baby nach der Geburt umgegangen werden soll.

Finde vorher heraus, wie im Krankenhaus deiner Wahl, mit den neugeborenen Babys umgegangen wird. Erkläre in einem Vorgespräch mit deinen Geburtshelfern, dass du diesen engen Hautkontakt mit deinem Kind in der ersten Stunde nach der Geburt und danach Rooming-in haben möchtest.  Falls sie auf eine routinemäßige Trennung von Mutter und Baby bestehen, dann überlege dir, ob du nicht deinen Entbindungsort wechseln solltest.

Übersetzt aus Quelle:

http://www.lamaze.org/HBP6

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