Mehr Licht! Lichttherapie bei Postnataler Depression


Jetzt beginnt wieder die dunkle Jahreszeit. Letztes Wochenende wurde es ja überhaupt nicht mehr hell. Für manche schlägt diese Zeit nicht nur ein bischen auf´s Gemüt, sondern sie entwickeln eine richtige Depression.
Eine andere Ursache für Depressionen können Schwangerschaft und Wochenbett sein. Deshalb fand ich folgenden Artikel zur Lichttherapie für die Behandlung verschiedener Depressions Arten sehr interessant.
Und deshalb habe ich den Blogbeitrag von Kathleen Kendall-TackettKathleen Kendall-Tackett vom 3. October 2010, aus dem Blog science and sensibility, übersetzt und zusammengefasst.
Dass Lichttherapie bei saisonal bedingter Depression hilft, ist schon seit mehr als 20 Jahren bekannt. Viele Menschen in unseren Breitengraden entwickeln in den dunklen Monaten des Herbstes und Winters eine Depression, die auch Winterdepression genannt wird. Neben einer tiefen Traurigkeit macht sich bei den Betroffenen oft auch Antriebslosigkeit kombiniert mit Heißhunger auf Süßes bemerkbar, die dann zur Gewichtszunahme führen.

Extrem helles Licht kann bei dieser Form der Depression helfen und zwar ohne die Nebenwirkungen der Psychopharmarka. Außerdem ist sie sehr schnell wirksam. Schon nach wenigen Tagen ist eine Besserung spürbar.

Eine Reihe neuerer Studien hat gezeigt, dass die Lichttherapie auch bei nicht saisonalen Depressionen hilfreich sein kann (siehe Oren et al., 2002, Terman & Terman, 2005 ). So auch bei Schwangerschaftsdepressionen und postnatalen Depressionen. (Die richtige Bezeichnung für postnatale Depression wäre eigentlich postpartale Depression. Das „postnatale“ betrifft eigentlich das Baby und nicht die Mutter.) Und zwar in einer sehr effektiven Weise, vergleichbar mit den Ergebnissen der meisten Studien zu Psychopharmaka (Golden et al., 2005)

Die Lichttherapie kann also in den meisten Fällen problemlos mit Medikamentengabe kombiniert werden. Deren Wirksamkeit wird verstärkt und wurde manchmal dadurch erst initiiert.

Licht Intensität, Dauer und Zeitpunkt der Lichttherapie

Am effektivsten wirkt das Licht ab 10,000 lux, bei einer Dauer von  30 to 40 Minutes. Geringere Lichtstärken müssen viel länger angewendet werden, um einen ähnlichen Erfolg zu haben. Die Beachtung der Tageszeiten ist auch sehr wichtig. Hier schneidet am besten die Lichttherapie am frühen Morgen (=dawn stimulation) ab. Dabei wird schon vor dem Aufwachen ein „Sonnenaufgang“ simuliert. Neuere Geräte haben diese Anwendung schon integriert. Eine Ausnahme besteht bei der Anwendung bei Menschen mit bipolarer Störung, um einen manischen Schub zu vermeiden,  muss die Lichttherapie in die Mittagsstunden verschoben werden.

Also:

„Es werde Licht!“

Aber bitte die Lampen nicht selber basteln. Lampen mit so hoher Lichtstärke sind nicht ungefährlich, deshalb nur für die Lichttherapie zugelassene Leuchtkörper verwenden.

Ganz umfangreiche Informationen zu Depressionen in der Schwangerschaft und nach der Geburt könnt ihr von der Homepage  aus vom „Schatten & Licht e.V.“ finden


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