Babyernährung: Entzündungssteigernde Gifte im Milchpulver


Diese ( Link zur Studie) nun neu in Milchpulver für die Fläschenernährung von Babys gefundenen, aber schon immer drin gewesenen, entzündungssteigernden und giftigen Stoffe heißen AGEs (=Advanced Glycation Endproduct). Sie entstehen, wenn Proteine mit Zuckern  bei hohen Temperaturen gekocht werden. In der Lebensmittelindustrie  werden als Geschmacksverstärker, Farbstoff  oder zur Aufbesserung der Optik oft absichtlich hergestellt und eingesetzt. Im normalen Haushalt enstehen sie beim Grillen, Frittieren und Braten. Früher dachte man, AGEs sind harmlos, doch das hat sich in letzter Zeit geändert. Neueren  Forschungsergebnisse nach, sind AGEs stark zellschädigend und bei einer Reihe von chronischen Erkrankungen mit beteiligt: Alzheimer, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Schlaganfällen, Diabetes mellitus, Kataraktbildungen im Auge, allgemeine Muskelfunktion etc.

Forscher der  Mount Sinai School of Medicine haben nun hohe Dosen dieser Advanced Glycation End Products (AGEs) im Blut von Säuglingen gefunden. Obwohl sie es nicht erwarteten, konnten sie schon bei Neugeborenen hohe Werte von AGEs nachweisen (Link zur Studie). Die Ursache ist wahrscheinlich der Weg vom Blut der Mutter zum Baby über die Plazenta. Auch nach der Geburt werden AGEs über die Muttermilch weitergegeben. Die Menge ist   abhängig von der Konzentration dieser Gifte im Blut der Mutter. Nimmt die Mutter viele Röststoffe (Braten, Grillen Frittieren) zu sich hat sie viele AGEs im Blut, isst sie eher Gekochtes und Gedünstetes, so sind es weniger. Wer nun denkt, Milchpulver fürs Fläschchen wäre eine bessere Alternative, wird enttäuscht, in Milchpulver sind AGEs noch in viel höherer Konzentration vorhanden, teilweise sogar um das 100-fache.

In der Studie wurde festgestellt, dass sich im Durchschnitt nach dem Abstillen und dem Übergang zu Fläschchennahrung, die AGE Werte im Blut der Babys verdoppeln.

Was können die hohen Konzentrationen dieser entzündungssteigernden Gifte  für die spätere Gesundheit der Babys bedeuten?

Wie auch wir  im Anschluss an eine an AGE-reiche Mahlzeit nichts bemerken, zeigen auch die Babys keine sofort sichtbaren Erkrankungen. Die Überlastung des Stoffwechsels durch moderne AGEs ist dennoch vorhanden und die negative Wirkung auf den Körper ist eine langfristige. Die Erforschung der AGEs und ihrer Wirkungen (s. Liste der Krankenheiten oben) ist noch am Anfang, doch es gib schon einige Ergebnisse.  Z. B. im Bereich der Diabetisforschung (Zuckerkrankheit). Hier zeichnet sich ein kleiner Paradigmenwechsel an. Ging man bisher davon aus, dass Diabetes eine Wohlstandskrankheit ist, die vor allem auf zu viele Zucker in der Nahrung zurückzuführen ist und daher mit Reduzierung der Kohlenhydrataufnahme und Gewichtsreduktion (neben Insulingaben) behandelt werden muss, weisen neuere Forschung darauf hin, dass AGEs ebenfalls eine große Rolle bei der Entstehung spielen. Nahmen Betroffene weniger AGE-reiche Nahrung zu sich, so sank ihre Insulinresistenz signifikant (in der Studie sogar um 35%, das ist mehr, als man normalerweise durch Kohlenhydratreduzierung erreicht).

Für die Zukunft

Angesichts der steigenden Zahlen von Kindern, die an Diabetes erkranken, als Kinder und nicht erst später im Alter, muss unbedingt daran gedacht werden, AGEs in der Nahrung zu reduzieren. Mütter können dies  in der Schwangerschaft und allein durchs Stillen tun. Förderlich ist es natürlich,  die Änderung der Ernährung auch während der Stillzeit und für das geamte Leben beizubehalten, es unterstützt die Gesundheit der gesamten Familie.  – Und AGEs müssen raus aus Milchpulver und anderen Nahrungsmitteln für Babys und Kinder.

Ein Kommentar (+deinen hinzufügen?)

  1. Stefan
    Dez 21, 2011 @ 22:35:33

    Sehr interessant! Danke für den Artikel!

    Antworten

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