Niedriger Vitamin D-Spiegel verringert die Erfolgsquote bei IVF


Seit Kurzem wird dem Vitamin D mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Ging man früher davon aus, dass Vitamin D Mangel beim durchschnittlichen Mitteleuropäer oder der durchschnittlichen Mitteleuropäerin nur selten auftritt, ist inzwischen das Gegenteil bekannt. Vitamin D Mangel ist sehr häufig –  und nicht nur an wenigen Tage im dunklen Winter.

Das Sonnenschein Vitamin ist wichtig für kräftige Knochen und das Immunsystem, aber es spielt auch bei der Empängnis eine wichtige Rolle. Für Europäerinnen konnte nachgewiesen werden, dass bei IVF-Behandlungen die Erfolgsquote bei niedrigem Vitaminspiegel geringer ist, als bei ausreichender Versorgung mit Vitamin D. Frauen mit den niedrigsten Vitamin D Spiegeln wurden nur ein Viertel mal so oft schwanger, wie Frauen mit ausreichend Vitamin D. Die durschnittliche Erfolgsrate liegt bei Frauen unter 35 Jahren unter  33%, bei älteren Frauen noch darunter.  Ein Vitamin D Mangel fährt diese Erfolgsrate noch weiter  in den Keller. Für Frauen aus Asien gilt dies jedoch nicht!

siehe

http://f1000.com/5015962

Mehr Licht, bitte II – Sonnenschein und Präeklampsie


Eine neue Studie zum Thema Präeklamsie und Mangel an Vitamin-D bestätigt den Verdacht, dass eine mangelhafte Versorgung mit dem Sonnenschein-Vitamin  zu weitreichenden Schädigungen des Menschen führt. Schon 2007 fanden Forscher heraus, dass bei  einem geringen Vitamin-D Spiegel im Blut  gehäuft  Präeklampsie bei Schwangeren auftritt:

„Chicago – Immer mehr Studien belegen die herausragende Bedeutung von Vitamin D für die Gesundheit: Eine europäische Untersuchung ergab, dass Vitamin-D-Präparate die Sterblichkeit senken. Gleichzeitig kommen amerikanische Forscher zu dem Resultat, dass eine Unterversorgung im Frühstadium der Schwangerschaft das Risiko für eine Präeklampsie drastisch erhöht.“   (mehr siehe hier)

Eine Reihe von Forschern im Medizinbereich fordern deshalb eine Untersuchung des Vitamin-D Status der Schwangeren in der Frühschwangerschaft, um so schnell wie möglich einen eventuell bestehenden Mangel auszugleichen. Und so ein Mangel ist weit häufiger verbreitet als früher gedacht. Man muss sogar annehmen, dass er in den letzten Jahren, aufgrund der Angst vor Hautkrebs  (bei Frauen noch zusätzlich die Angst vor Faltenbildung) und der damit verbundenen verstärkten Anwendung von Sonnenschutzmitteln, zugenommen hat. Schwierig ist im Moment noch die Festlegung wie hoch der Spiegel dieses Sonnenschein-Vitamins sein soll und wieviel Zeit in der Sonne oder welchen Vitamin-D Menge über Tabletten aufgenommen werden soll. Diese Zahlen sind noch in Bewegung, haben aber in der letzten Zeit eine Tendenz nach oben. Es gibt inzwischen auch Hinweise in einigen Studien darauf, dass die Bildung von eigenem Vitamin-D durch Aufenthalt in der Sonne von Person zu Person verschieden ist, also keine allgemein gültigen Richtzeiten angegeben werden können. Muss man Angst haben, dass durch die bisherigen Prophylaxe Empfehlungen zu viel Vitamin D eingenommen werden könnte? Wohl nicht, die bisherigen Empfehlungen sind eher niedrig.

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